Zur Zeit figurieren rund 600 Personen für über 100 Sprachen auf dem Dolmetscherverzeichnis, so dass der Bedarf an Behörden- und Gerichtsdolmetscher/innen weitestgehend gedeckt ist. Bis auf Weiteres können daher hauptsächlich Personen mit Kenntnissen von seltenen Sprachen (bspw. nordeuropäische, asiatische, afrikanische oder [teilweise] ehemalige GUS-Sprachen) oder Personen mit besonderen Qualifikationen (bspw. im Bereich Konferenzdolmetschen oder Jurisprudenz - jeweils auf Masterstufe [CH]) für das Aufnahmeverfahren berücksichtigt werden. Allerdings besteht gemäss Dolmetscherverordnung selbst bei grundsätzlicher Eignung kein Anspruch auf Aufnahme. Beachten Sie, dass bspw. auch die örtliche oder zeitliche Verfügbarkeit ein Aufnahmekriterium darstellen kann.

 

Das Aufnahmeverfahren läuft folgendermassen ab: Nach Einreichen der erforderlichen Unterlagen (siehe Antragsformular) überprüft die Fachgruppe Dolmetscherwesen den Antrag. Falls die Voraussetzungen erfüllt sind und Bedarf an der angebotenen Sprache besteht, folgt eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Im Anschluss besucht der Antragsteller bzw. die Antragstellerin den "Zulassungskurs Behörden- und Gerichtsdolmetschen im Kanton Zürich". Nach dem Bestehen der zum Kurs gehörenden Prüfung ergeht der Beschluss der Fachgruppe Dolmetscherwesen bezüglich Aufnahme in das Dolmetscherverzeichnis (bzw. Abweisung des Antrages im Falle des Nichtbestehens der Prüfung).

 

Bitte beachten Sie, dass die Zulassungskurse lediglich zweimal jährlich stattfinden. Das Aufnahmeverfahren kann daher mehrere Monate in Anspruch nehmen.