Zuteilung von Wohnung und Hausrat

Bei einer Aufhebung des gemeinsamen Haushalts (Getrenntleben) muss auch geregelt werden, wer die Familienwohnung und den Hausrat benützen soll (Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). Die Benützungsregelung hängt nicht davon ab, wem ein bestimmter Gegenstand gehört oder wer die Wohnung gemietet hat: Diese hauptsächlich güterrechtlichen Fragen werden erst bei einer Scheidung oder nach einer Anordnung der Gütertrennung geklärt. Massgebend ist vielmehr, wer auf die Wohnung oder einen Hausratsgegenstand mehr angewiesen ist, sei es aus familiären oder beruflichen Gründen oder wegen unterschiedlicher Chancen auf dem Wohnungsmarkt.

Im Eheschutzverfahren werden nur die Gegenstände zugewiesen, die beide Ehegatten (und allenfalls die Kinder) brauchen, um sich vernünftig einzurichten. Eine richterliche Zuweisung soll sich insbesondere nicht auf Kleinigkeiten erstrecken und darf nicht auf eine Vorwegnahme der güterrechtlichen Auseinandersetzung hinauslaufen. Die meisten Eheleute finden eine Lösung dieser Fragen ohne gerichtliche Hilfe. Formulierungsvorschläge finden Sie in unseren Mustervereinbarungen.