Nur bei wichtigen Gründen kann eine Person eine Namensänderung beantragen (Art. 30 ZGB). Die Namensänderung muss nötig sein, um ernstliche Nachteile zu beseitigen, die mit dem bisherigen Namen verbunden sind. Dabei spielen vor allem moralische, geistige und seelische Interessen eine Rolle (BGE 124 III 401).

 

Hinweise:

  • Brautleute, die den Namen der Frau als Familiennamen führen möchten, müssen nur achtenswerte Gründe geltend machen (Art. 30 Abs. 2 ZGB). Die Praxis dazu ist weit weniger streng als bei anderen Namensänderungen.
  • Ausländische Eltern mit Wohnsitz in der Schweiz können bei der Geburt des Kindes gegenüber dem Zivilstandsamt eine Erklärung abgeben, dass der Name dem Heimatrecht zu unterstellen sei (“Option”). Ohne solche Erklärung untersteht der Name des Kindes schweizerischem Recht (Art. 37 IPRG). Eine nachträgliche Ausübung dieses Rechts ist nicht möglich.

 

Art. 30 ZGB bezeichnet nicht etwa die Zivilstandsämter oder die Gerichte als zuständig, sondern den Regierungsrat des Wohnsitzkantons. Im Kanton Zürich hat der Regierungsrat seine Kompetenz an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich delegiert. Innerhalb derselben ist die Abteilung Zivilstandswesen des kantonalen Gemeindeamts mit der Aufgabe betraut, also diejenige Stelle, die auch als Aufsichtsbehörde über die Zivilstandsämter fungiert.

 

Im Falle einer medizinischen Geschlechtsumwandlung kann der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin dagegen direkt beim Gericht einen neuen Vornamen beantragen.