Druckansicht

BV 29 Abs. 2, EMRK 6 Ziff. 1, ZPO/ZH 281 ff., ZPO/ZH 115, GVG 167 ff.

Anspruch auf Replik, Aktenführung. „Aus dem Recht weisen“ verspäteter oder unzulässiger Eingaben, Anspruch auf rechtliches Gehör

12.02.2008 | AA070053 | Kassationsgericht des Kantons Zürich | -
Details

Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, §§ 281 ff. ZPO/ZH. Begriff der „unverzüglichen“ Stellungnahme zu Eingaben der Gegenseite. Im Verfahren vor Kassationsgericht hat eine solche Stellungnahme (bzw. ein Antrag auf förmliche Fristansetzung) spätestens innert zehn Tagen zu erfolgen (Erw. II/1). Art. 29 Abs. 2 BV, § 115 ZPO/ZH, §§ 167 ff. GVG. Solange Parteieingaben nicht physisch aus dem Dossier entfernt, sondern lediglich symbolisch „aus dem Recht gewiesen“ werden, ist das Vorgehen unter dem Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Möglichkeit der Überprüfung durch die Rechtsmittelinstanz) nicht zu beanstanden (Erw. III/1).

 

Kassationsgericht des Kantons Zürich

-

Beschluss

12.02.2008

AA070053

BV 29 Abs. 2
EMRK 6 Ziff. 1
ZPO/ZH 281 ff.
ZPO/ZH 115
GVG 167 ff.

Zitiervorschlag:

OGer ZH XX110001 vom 01.01.2011