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GVG 101, ZPO/ZH 282 Abs. 1 Ziff. 2, ZPO/ZH 284 Ziff. 2, GVG 102 Abs. 2, ZPO/ZH 50 Abs. 1, GVG 96 Ziff. 4, GVG 157 Ziff. 9, GVG 201, GVG 206

Anfechtung eines AblehnungsentscheidesStellung des Ablehnungsbegehrens im RechtsmittelverfahrenAnschein der BefangenheitBemessung der Gerichtsgebühr, Begründungspflicht

18.03.2009 | AA080119 | Kassationsgericht des Kantons Zürich | -
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§ 101 GVG, §§ 282 Abs. 1 Ziff. 2, 284 Ziff. 2 ZPO/ZH. Gegen Entscheide des Obergerichts betreffend Ab¬lehnung eines Richters ist in Zivilsachen die Nichtigkeitsbeschwerde zulässig (Erw. II).§ 102 Abs. 2 GVG, § 50 Abs. 1 ZPO/ZH. Tragweite der Bestimmung, Grundsatz von Treu und Glauben. Gesamtwürdigung mehrerer (gestaffelt eingetretener) Umstände im Hinblick auf einen Ablehnungsgrund (Erw. III/1c). § 96 Ziff. 4 GVG. Kein Nachweis des Anscheins von Befangenheit eines Richters im Zusammenhang mit folgenden Umständen: Einmalige Ermahnung des Richters an die Adresse des Parteivertreters (Erw. III/2), direkte Kontaktierung der Gegenseite (bzw. deren gesetzlichen Vertreterin) statt des Rechtsvertreters, wobei die Initiative dazu nicht vom Richter ausging (Erw. III/3), angeblich unrechtmässige Verpflichtung des Beschwerdeführers zur Zahlung der Prozessentschädigung direkt an die Gerichtskasse statt an den unentgeltlichen Rechtsvertreter der Gegenseite (Erw. III/4).§§ 157 Ziff. 9, 201, 206 GVG. Keine Anfechtung der Höhe der Gerichtsgebühr mit Nichtigkeitsbeschwerde (Erw. IV/1c). Die Begründungspflicht gemäss § 157 Ziff. 9 GVG betrifft die Verteilung der Kosten auf die Parteien, nicht die Bemessung der Gerichtsgebühr bzw. der Prozessentschädigung (Erw. IV/1d).

 

Kassationsgericht des Kantons Zürich

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Beschluss

18.03.2009

AA080119

GVG 101
ZPO/ZH 282 Abs. 1 Ziff. 2
ZPO/ZH 284 Ziff. 2
GVG 102 Abs. 2
ZPO/ZH 50 Abs. 1
GVG 96 Ziff. 4
GVG 157 Ziff. 9
GVG 201
GVG 206

Zitiervorschlag:

OGer ZH XX110001 vom 01.01.2011