Vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens

Ein Scheidungsurteil bzw. die darin genehmigten Klauseln einer Scheidungskonvention gelten erst nach Rechtskraft des Scheidungsurteils. Bis dahin kann es manchmal längere Zeit dauern. Besonders im Streitfall kann es unter Umständen Jahre brauchen, bis ein letztinstanzliches Urteil vorliegt.

Sehr oft müssen aber wichtige Fragen vorläufig geregelt werden, etwa der Aufenthalt der Kinder und ihre Kontakte mit den Eltern, die Höhe der Unterhaltsbeiträge oder die Benützung von Wohnung und Hausrat. Soweit nicht schon Eheschutzmassnahmen bestehen, geschieht dies im Rahmen von vorläufigen Anordnungen (vorsorglichen Massnahmen). Art. 275 ZPO sieht dazu vor, dass jeder Ehegatte nach Einleitung des Scheidungsverfahrens den gemeinsamen Haushalt aufheben kann. Für die weiteren Fragen sind die Bestimmungen über Eheschutzmassnahmen sinngemäss anwendbar (Art. 276 Abs. 1 ZPO). Lesen Sie dazu daher unsere Hinweise zum Thema Eheschutz.